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Eine helfende Hand

10. Dezember
… ist leider das, was man in der Betreuung von jungen Hochleistungssportlern oft vermisst.
Seit knapp 20 Jahren widmen wir in Köln uns der Nachwuchsförderung und es gibt immer wieder KTT-Athleten, die auf NRWTV- und auch Bundesebene Kaderstatus erlangen.
Es kommt leider immer wieder vor, dass junge Sportler für viele Trainer und Leistungssportverantwortliche in erster Linie "Material" zu sein scheinen. Material, welches Fördergelder, das Überleben von Stützpunkten, das Gehalt von Trainern und auch deren Ansehen sichern soll. Die einzelnen Athleten bleiben da leider oft auf der Strecke.
Nun kann man den Trainern und Verantwortlichen nicht unbedingt die Schuld an allen Missständen in die Schuhe schieben, denn schließlich lässt ihnen das System der Sportförderung in Deutschland keine Wahl. Bleiben die sportlichen Erfolge aus, versiegt die Unterstützung eben rasch.
Doch zu leicht sollte man es sich auch nicht machen! Die jungen Spitzensportler im Triathlon brauchen schon früh eine individuelle Betreuung, die über Doping- und Ernährungs-Workshops hinausgeht. Zwar kommen immer mehr auch Sportpsychologen zum Einsatz, deren Aufgabe ist es jedoch in erster Linie, leistungsmindernde Blockaden zu lösen und nicht zu prüfen, in welchem Maße es bereits "lebens-hemmende" Blockaden bei den Sportlern gibt.
Ein weiteres Problem sind - wie bereits oben angesprochen und immer wieder zu beobachten - die Trainer. Deren Ausbildung sollte auch eine psychotherapeutische Komponente umfassen, um rechtzeitig gegenzusteuern, und zwar nicht im Sinne des Leistungssportlers, sondern im Sinne des Menschen!
Allzu oft wird noch nach dem bewährten Schema vorgegangen "Nur die Harten kommen in den Garten"! Das mag für Langdistanzler oder AK-Athleten gelten, bei Nachwuchssportlern ist das purer Unsinn!
Einen Plan B für Leistungssportler, die den Sprung nach ganz oben auf Bundesebene nicht schaffen, den gibt es oft auch nicht. Sie fallen dann eben durch den Raster und landen im Nichts oder, wenn es gut geht, wieder bei ihren Vereinen.
Überhaupt sollte die Verbindung zu den Heimatvereinen durch den Wechsel an Stützpunkte nicht abrupt gekappt werden, wie es so oft der Fall ist. Die Vereine mit ihrem vertrauten Umfeld sind durchaus gefragt, wenn es darum geht, in ehemaligen oder aktuellen Kaderathleten wieder die Freude oder neue Motivation für unseren Sport zu wecken.
In diesem Sinne bleibt noch viel zu tun!!!
#Jemeinsam
@ProAthletes

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